„Gesundheit ist nicht alles aber ohne Gesundheit ist alles nichts“
A. Schopenhauer

Vorsorge:

Alle 3 Jahre können gesetzlich versicherte Personen ab 35 Jahren am „Check-up 35“ teilnehmen.

Junge Erwachsene unter 35 können einmalig diese Vorsorgeuntersuchung in Anspruch nehmen.

Ein Screening auf Hautkrebs kann ebenfalls im Rahmen des „Check-up 35“ oder einzeln im 2 Jahresabstand mit durchgeführt werden.

Sind Sie eingeschrieben im Hausarztprogramm, sind Vorsorgeuntersuchungen weiterhin (wie bis 2018 üblich) ab 35 J. alle 2 Jahre möglich. Informationen hierzu erhalten sie HIER.

Krebsvorsorge für Männer

An Krebs erkranken jährlich 200.000 Männer, davon 40.000 an Prostatakrebs, 32.000 an Darmkrebs. Mit den Vorsorge-Untersuchungen sollen Gefahren für die Gesundheit rechtzeitig erkannt werden. Denn für viele Krankheiten gilt: Je früher sie diagnostiziert werden, desto größer sind die Heilungschancen.

Männer können die Krebsvorsorge- Untersuchung ab dem Alter von 45 Jahren jedes Jahr durchführen lassen. Untersucht werden die Prostata, die äußeren Genitalorgane und der Enddarm wird abgetastet. Wahlweise kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, dies ist keine Kassenleistung.

Ab dem Alter von 50 Jahren kann alle 2 Jahre ein Test auf okkultes Blut im Stuhl durchgeführt werden (s. Darmkrebsvorsorge).

Darmkrebsvorsorge

Für Männer ab dem Alter von 50 Jahren, für Frauen ab dem Alter von 55 Jahren ist eine Koloskopie (endoskopische Untersuchung des gesamten Dickdarms) als Vorsorgeuntersuchung (d.h. ohne Beschwerden!) empfehlenswert. Die Kosten werden von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen.

Darmkrebs ist die zweithäufigste Krebsart und entsteht fast immer aus gutartigen Vorstufen (sog. adenomatösen Polypen). Mit der Darmspiegelung können diese Polypen entdeckt und gleichzeitig entfernt werden, so dass diese Prozedur Diagnose und Therapie beinhaltet und damit schon viele Menschen vor dem Darmkrebs bewahrt hat. Die unterschiedlichen Altersempfehlungen bei Männern und Frauen erklären sich dadurch, dass statistische Untersuchungen ein früheres Erkranken bei Männern gezeigt hat.

Zur Darmspiegelung werden Sie von uns an einen gastroenterologischen Fachkollegen überwiesen.

Alternativ besteht für alle Patienten der Test auf vestecktes Blut im Stuhl, der alle zwei Jahre durchgeführt werden soll.

Schutzimpfungen

Ein besonderes Anliegen unserer Praxis ist ein guter Impfschutz für unsere Patienten. Häufig fehlen die Auffrischimpfungen. So sind viele Erwachsene nicht ausreichend gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten geschützt. Hier empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) eine Auffrischung alle 10 Jahre mit einem Kombinationsimpfstoff.

Durch Kontrolle des Impfpasses (egal wie alt und abgegriffen er aussieht, wir wollen ihn sehen!) können wir klären, ob eine Nachimpfung erforderlich ist.

Ab dem 60. Lebensjahr nimmt die Stärke des Immunsystems ab und der Körper wird anfälliger für Infektionen oder für schwerere Verläufe einer Erkrankung. Zudem hat er weniger Reserven und erholt sich nach einer Infektion oft nicht mehr vollständig. Eine schwere Grippe oder eine Lungenentzündung mit längere Bettruhe oder verminderter körperlicher Aktivität kann zu einem Abbau des Muskel- und Skelettsystems führen, den ein älterer Mensch nicht mehr vollständig rückgängig machen kann. Deshalb steht das Vermeiden solcher Infektionen an oberster Stelle.

Deshalb ist es im Herbst wichtig, die jährliche Grippeschutzimpfung durchzuführen. Da der Erreger sich ständig verändert, wird der Impfstoff jährlich aktualisisert. Seit einigen Jahren ist ein Vierfach-Impfstoff auf dem Markt, den wir mit viel Erfolg und guter Veträglichkeit applizieren.

Weiterhin empfiehlt die STIKO (ständige Impfkommission) die Impfung gegen Pneumokokken (häufigster Erreger der Lungenentzündung). Diese wird alle 6 Jahre aufgefrischt.

Seit 2019 wird auch eine Impfung gegen Gürtelrose empfohlen. Diese Erkrankung tritt ebenfalls im höheren Lebensalter häufig auf. Unangenehm ist ein mit dem Alter ansteigendes Risiko für das Verbleiben eines chronischen, brennenden Schmerzes im Ausbreitungsgebiet der Gürtelrose, der sehr unangenehm ist. Diese Impfung muss nach 2-4 Monaten wiederholt werden und hält dann lebenslang (nach aktuellem Kenntnisstand).

All diese Impfungen werden von den Krankenkassen bezahlt.

Bei Patienten mit chronischen Erkrankungen (Diabetes, Rheuma, COPD, Asthma usw.) werden diese Impfungen auch bei jüngeren Patienten empfohlen und die Kosten werden ebenfalls übernommen.

Die Grippeschutzimpfung sollten zudem alle Personen, die beruflich oder privat mit kranken Menschen oder mit größeren Personengruppen in Kontakt kommen durchführen lassen.

Vereinbaren Sie einen Termin zur Impfberatung, gerne beraten wir Sie.
Bei einem Check-up 35 ist die Impfberatung ebenfalls enthalten.