Vorsorge:

Check Up

Alle 2 Jahre können gesetzlich versicherte Frauen und Männer ab 35 Jahren am Check Up 35 teilnehmen, auf Wunsch auch inklusive Hautkrebsscreening.

Im Rahmen dieser kostenlosen Vorsorgeuntersuchung können vor allem Herz-Kreislauf- und Nieren-Erkrankungen sowie eine Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) rechtzeitig erkannt und entsprechend behandelt werden. Der Gesundheits- Check-up beginnt mit einem Gespräch zu Ihrer Eigen- und Familienvorgeschichte (Anamnese). Anschließend erfolgt eine ausführliche körperliche Untersuchung zur Bestimmung des Ganzkörperstatus. Blut- (Cholesterin/Fette und Glukose) und Urin- Untersuchungen (Eiweiß, Glukose, rote und weiße Blutkörperchen, Nitrit) geben weiteren Aufschluss über den Gesundheitszustand.

Aus Ihren Angaben und den Untersuchungsergebnissen erstellen wir Ihr persönliches Risikoprofil für bestimmte Erkrankungen. Wir beraten Sie hinsichtlich einer möglicherweise notwendigen Änderung Ihrer Lebensgewohnheiten. Bei Vorliegen oder Verdacht einer Krankheit sorgen wir dafür, dass weitergehende Untersuchungen erfolgen soweit erforderlich und bei Bedarf mit einer Behandlung begonnen wird.

Zusätzlich besteht die Möglichkeit zusätzliche Wahlleistungen wie z.B. erweiterte Blutdiagnostik, Ultraschalluntersuchungen u.a. durchzuführen. Welche Untersuchungen wir hierzu anbieten, erfahren sie HIER.

Bitte beachten Sie: Bringen Sie zum Untersuchungstermin auch Ihren Impfpass mit, damit wir in Abstimmung mit Ihnen Ihren Impfstatus vervollständigen können.

„Gesundheit ist nicht alles aber ohne Gesundheit ist alles nichts“
A. Schopenhauer

Hautkrebs-Screening

Hautkrebs ist die weltweit am häufigsten auftretende Krebserkrankung mit noch steigender Tendenz. Etwa jeder Achte erkrankt hierzulande bis zum Alter von 75 Jahren an einem Hautkrebs.

Gesetzlich Versicherte ab 35 Jahren haben alle zwei Jahre einen Anspruch auf eine Früherkennungsuntersuchung auf Hautkrebs. Unsere Praxis ist für das Hautkrebsscreening qualifiziert. Im Hautkrebsscreening wird gezielt nach den drei Hautkrebserkrankungen Basalzellkarzinom, spinozelluläres Karzinom und malignes Melanom („Schwarzer Hautkrebs“) gesucht. Früh erkannt ist Hautkrebs zu nahezu 100 Prozent heilbar. Ziel des Screenings ist es, die Heilungschancen zu erhöhen, den Hautkrebs schonender behandeln zu können und damit die Lebensqualität zu verbessern. Durch gezielte Aufklärung über die Risiken von UV-Strahlung soll die Zahl der Hautkrebserkrankungen verringert werden.

Hautkrebs kann am ganzen Körper entstehen und nicht nur an Stellen, die besonders der Sonne ausgesetzt sind. Deswegen wird beim Hautkrebs-Screening die gesamte Haut gründlich untersucht. Trotz der gewissenhaften und gründlichen Untersuchung kann es vorkommen, dass eine auffällige Hautveränderung nicht entdeckt wird oder sich innerhalb kurzer Zeit bildet.

Wie können Sie sich auf die Untersuchung vorbereiten?

Es gibt ein paar Dinge, die Sie beachten sollten, um die Untersuchung so einfach wie möglich zu machen: Entfernen Sie vor der Untersuchung Nagellack von Finger- und Zehennägeln, da Hautkrebs auch unter den Nägeln entstehen kann. Tragen Sie möglichst helle Socken oder Strümpfe, die nicht fusseln. Verzichten sie auf Körperschmuck Haarspray, -gel (auch die Kopfhaut wird untersucht) und auch auf Make-up.

Krebsvorsorge für Männer

Männer können die Krebsvorsorge- Untersuchung ab dem Alter von 45 Jahren jedes Jahr durchführen lassen. Untersucht werden die Prostata, die äußeren Genitalorgane und der Enddarm wird abgetastet. Wahlweise kann eine Ultraschalluntersuchung durchgeführt werden, dies ist keine Kassenleistung.

Ab dem Alter von 50 Jahren bis zur Vollendung des 55. Lebensjahres besteht Anspruch auf die jährliche Durchführung eines Schnelltests auf okkultes Blut im Stuhl.

An Krebs erkranken jährlich 200.000 Männer, davon 40.000 an Prostatakrebs, 32.000 an Darmkrebs. Mit den Vorsorge-Untersuchungen sollen Gefahren für die Gesundheit rechtzeitig erkannt werden. Denn für viele Krankheiten gilt: Je früher sie diagnostiziert werden, desto größer sind die Heilungschancen.

Darmkrebsvorsorge

Für alle Patienten gibt es ab dem Alter von 55 Jahren die Koloskopie (endoskopische Untersuchung des gesamten Dickdarms) als Früherkennungsmaßnahme. Bei dieser Untersuchung können Polypen (frühe Vorstadien eines möglichen Dickdarmkrebses) erkannt und sofort entfernt werden.

Wird die Früherkennung per Koloskopie ab dem Alter von 55 Jahren nicht durchgeführt, gibt es die Möglichkeit einer zweijährlichen Durchführung der Untersuchung auf okkultes Blut im Stuhl.

Zur Darmspiegelung werden Sie an einen niedergelassenen Gastroenterologen überwiesen.

Standardimpfungen

Ein besonderes Anliegen unserer Praxis ist ein guter Impfschutz für unsere Patienten. Häufig fehlen die Auffrischimpfungen. So sind viele Erwachsene nicht ausreichend gegen Diphtherie, Tetanus, Polio und Keuchhusten geschützt. Hier empfiehlt die STIKO (Ständige Impfkommission) eine Auffrischung alle 10 Jahre mit einem Kombinationsimpfstoff.

Mit Kinderkrankheiten wie Masern können sich auch Erwachsene anstecken. Nicht geimpfte Erwachsene können die Krankheit weiter übertragen. So verursachen z.B. Röteln in der Schwangerschaft schwere Behinderungen beim ungeborenen Kind. Durch Kontrolle des Impfpasses lässt sich klären, ob eine Nachimpfung in Frage kommt.

Im Frühherbst ist es wichtig, rechtzeitig an die jährliche Grippe-Impfung (Influenza) zu denken. Patienten ab dem 60. Lebensjahr oder chronisch Kranke sollten die Pneumokokken-Impfung (Impfung gegen die bakteriellen Erreger der Lungenentzündung) nicht versäumen.

Die von der STIKO (ständige Impfkommission) empfohlenen Auffrisch- und Nachholimpfungen werden von den Krankenkassen bezahlt.

Vereinbaren Sie einen Termin zur Kontrolle Ihres Impfpasses. Auch im Falle eines verlorenen Impfpasses werden wir ihren Impfschutz aktualisieren.